| Farbenblindheit
Prinzipiell unterscheidet man Farbenschwachsichtigkeit und
Farbenblindheit für verschiedene Farben. Die häufigsten
Farbsinnstörungen sind angeboren und erblich, häufiger
bei Männern als bei Frauen und betreffen die Farbe Grün
und Rot. Durch eine Untersuchung mit Hilfe von Farbtafeln
kann man in der Regel den Farbuntüchtigen vom normal
Farbsehenden gut unterscheiden. Eine Therapie oder Prophylaxe
existieren für die meisten Farbsinnstörungen nicht.
Fernrohrlupenbrille
Fernrohrlupenbrillen ( Galilei- oder Kepler- System ) können
von sehschwachen oder sehbehinderten Menschen in Ferne oder
Nähe eingesetzt werden. Diese Systeme können in
spezielle Tragesysteme oder in modische, stabile Fassungen
vom Augenoptiker eingearbeitet werden.
Flussblindheit
Die Flussblindheit ist eine durch Fadenwürmer (Filarien)
ausgelöste chronische Erkrankung, die im tropischen Afrika
sehr weit verbreitet ist und auch in Mittel- und Südamerika
vorkommt. Die Filarien werden durch den Stich der Kriebelmücke,
die sich in der Nähe von Flüssen vermehrt, übertragen.
Die Larven (=Mikrofilarien) entwickeln sich dann in Wirten,
in diesem Fall im menschlichen Körper, zu geschlechtsreifen
Würmern, die sich dann bevorzugt im Unterhautgewebe einnisten
und zur Bildung von Knoten in der Haut führen. Durch
Wanderung über die Lymphspalten können sie sich
im Körper ausbreiten und auch ins Auge gelangen, wodurch
es in 10% der Fälle ohne Behandlung zur Erblindung kommt.
Durch eine Therapie mit Ivermectin kann der Mikrofilarienbefall
erheblich gesenkt werden. Die Prophylaxe besteht aus der Bekämpfung
der Kriebelmücke, der Verhinderung von Mückenstichen
und der Einnahme von Ivermectin alle sechs Monate.
Frühgeborenen-Retinopathie
Es handelt sich bei der Frühgeborenen-Retinopathie um
eine Erkrankung der Netzhaut, die bei unreifen, also zu früh
Geborenen entstehen kann, wenn sie mit Sauerstoff beatmet
werden müssen. Frühe Formen kann man therapieren,
um somit schwere Folgeschäden mit deutlichem Sehverlust
zu verhindern.
Fusion
In der physiologischen Optik die Verschmelzung der Seheindrücke
beider Augen zu einem einzigen Bild.
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