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Kantenfilter
Kantenfilter
haben in ihren Transmissions- und Absorptionseigenschaften
eine steilen Übergang vom durchlässigen zum undurchlässigen
Bereich im elektromagnetischen Spektrum, eine sogenannte Kante
im Bereich des sichtbaren Lichtes. Sie werden auch Blue-Blocker
genannt, weil sie die Blauanteile aus dem sichtbaren Licht
absorbieren, bis zur angegebenen Kante. Kantenfilter werden
verwendet, um bei einer Sehbehinderung den Kontrast zu steigern.
Damit werden bestimmte UV- und Farbbereiche absorbiert, die
sonst eine negative Auswirkung auf eine entsprechende Sehbeeinträchtigung
haben können. Bekannt wurden die Kantenfilter bei Retinitis
Pigmentosa, weil sie die UV-Strahlungen absorbieren, die für
die Überstrahlung der Medien im Auge verantwortlich sind.
Kantenfilter sind für verschiedene Absorptionsbereiche
erhältlich.
Katarakt
Unter Katarakt oder grauem Star werden Augenkrankheiten, die
durch eine Trübung der Augenlinse gekennzeichnet sind,
zusammengefasst. Die Katarakt ist weltweit die häufigste
Erblindungsursache, wobei es sich in 90% der Fälle um
eine Alterskatarakt handelt. Selten entsteht eine Katarakt
nach Augenverletzung oder Strahleneinwirkung, als Medikamentennebenwirkung,
bei Diabetes mellitus oder angeboren nach einer vorgeburtlichen
Infektion (z.B. Röteln). Symptome sind langsam zunehmende
Sehstörungen und starke Blendungserscheinungen. Außerdem
geben die Patienten im fortgeschrittenen Stadium an, wie durch
ein Milchglas zu sehen. Therapie der Wahl ist die Operation
in örtlicher Betäubung, die heutzutage bei geringem
Operationsrisiko sehr gute Erfolge hat.
Kinderbrille
Eine Brille mit Gläsern, die durch ein besonderes Design
sehr schlank sind.
Konjunktivitis
siehe Bindehautentzündung
Konkavlinse
Zerstreuungslinse; Minuslinse
Kontaktlinsen
Bei der Kontaktlinse, die auch als Haftschale bezeichnet wird,
handelt es sich um eine dünne, uhrglasförmige, randgeschliffene
Linse, die direkt auf das Auge gesetzt wird und daher sowohl
für den Nutzer als auch für die Mitmenschen nahezu
unbemerkt bleibt. Sie kann aus starrem oder flexiblem, neuerdings
auch aus quellfähigem Kunststoff oder aus Glas gefertigt
sein. Dabei gibt es entsprechend ultradünne, weiche,
halbweiche und harte Kontaktlinsen. In der Regel werden sie
anstelle einer Brille zur Korrektur der Sehkraft eingesetzt,
es gibt jedoch auch sogenannte Printlinsen, die eine bemalte
oder bedruckte Vorderfläche mit zentraler Pupille besitzen
und aus kosmetischen Gründen oder als Blendschutz bei
nicht vorhandener oder nicht pigmentierter Regenbogenhaut
(z.B. bei Albinismus) eingesetzt werden.
Konvergenz
Einwärtsbewegung der Fixierlinien beider Augen.
Konvexlinse
Sammellinse; Pluslinse.
Kurzsichtigkeit
Unter Kurzsichtigkeit oder Myopie versteht man Sehstörungen,
die durch unscharfes Sehen in der Ferne gekennzeichnet sind.
Das Bild entsteht im Auge vor der Netzhaut. Die häufigste
Ursache dafür ist ein zu langer Augapfel, der meist aufgrund
von Vererbung oder Frühgeburtlichkeit entsteht; in diesem
Fall spricht der Fachmann von Achsenmyopie. Seltener ist die
Brechungsmyopie durch zu hohe Brechkraft von Hornhaut oder
Linse. Erste Symptome sind unscharfes Sehen in der Ferne vor
allem nachts. Die Diagnose wird durch die augenärztliche
Untersuchung gestellt. Zur Korrektur eignen sich in erster
Linie eine Brille oder Kontaktlinsen. In manchen Fällen
wird vor allem aus kosmetischen Gründen eine Behandlung
mit Laser oder durch Operation gewählt. Da bei Kurzsichtigen
das Risiko einer Netzhautablösung erhöht ist und
Kontaktlinsen zu Hornhautschäden führen können,
sind regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt anzuraten.
Kunststoffglas
Organisches Brillenglas, leichter als Mineralgläser.
Die Kratzfestigkeit wird durch bestimmte Schichten, z.B. Parolit,
erhöht. Der Brechungsindex liegt meist zwischen 1,45
und 1,67.
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